Die Wipkinger Tradition der ökumenischen Bildungsreisen lebt weiter: Unter der Leitung von Seelsorgerin Petra Mühlhäuser und Pfarrer Samuel Zahn reiste eine elfköpfige Gruppe in der dritten Juni-Woche nach Genf und erlebte dort abwechslungsreiche und eindrückliche Tage.
Genf präsentierte sich in diesen Tagen etwas anders als sonst: Wegen des G7-Gipfels im nahegelegenen Évian herrschte in der Stadt zeitweise Ausnahmezustand. Davon liess sich die Reisegruppe jedoch nicht beirren und startete neugierig in ihr Programm.
Zu den ersten Stationen gehörten der berühmte Jet d’Eau, das 140 Meter hohe Wahrzeichen Genfs, sowie die eindrückliche gotische Kathedrale St. Pierre in der Altstadt.
Tief beeindruckt war die Gruppe aus Wipkingen vom Museum des Roten Kreuzes und des Roten Halbmonds. Auf vielfältige, auch interaktive Weise präsentiert es das Erbe Henri Dunants sowie die Tätigkeiten und Aufgaben des Roten Kreuzes in der ganzen Welt. Auch sonst ist die grosse humanitäre Tradition Genfs überall greifbar: in diplomatischen Vertretungen, dem Sitz der UNO und ihrer humanitären Unterorganisationen sowie vieler NGOs.
Mindestens genauso präsent ist die Geschichte der Reformation in Genf: Guillaume Farel und Jean Calvin stiessen eine Bewegung an, die bis heute weltweit lebendig ist. Auf einer spannenden Stadtführung folgten wir ihren Spuren in der Stadt.
Ein besonderer Höhepunkt war der Besuch beim Ökumenischen Rat der Kirchen ÖRK. Im Gespräch mit Masiiwa Ragies Gunda, der für die Arbeit gegen Rassismus zuständig ist, erhielten die Teilnehmenden inspirierende Impulse und Einblicke in die weltweite ökumenische Arbeit. Der Austausch zeigte eindrücklich, wie aktuell und wichtig der weltweite Einsatz für Gerechtigkeit, Verständigung und ein respektvolles Miteinander bleibt.
Auch ein Abstecher nach Lausanne durfte nicht fehlen: Dort besuchten die Teilnehmenden die Notre-Dame und erhielten weitere Einblicke in die Geschichte und Kultur der Genferseeregion.
So kehrte die Wipkinger Reisegruppe mit vielen neuen Eindrücken, spannenden Gesprächen und wertvollen Begegnungen im Gepäck zurück. Die ökumenische Gemeindereise nach Genf bleibt als intensive, bereichernde und verbindende Erfahrung in Erinnerung.











